Diamant, MT, DLC oder unbeschichtet?

Kurz gesagt: Die Beschichtung ist ein Qualitätsmerkmal (TOPTOOL-Serie): Diamantbeschichtung gegen Abrasion (Zirkon), MT für NEM, blank und scharf für weiche Kunststoffe, DLC für PEEK. Die falsche Beschichtung macht aus einem guten Werkzeug ein schlechtes.

Diamantbeschichtung: der Abrasions-Schutz

Zirkonoxid wirkt auf Schneiden wie feines Schleifpapier — bei jedem Millimeter Fräsweg. Die Diamantbeschichtung legt eine Schicht über die Schneidkante und hält die Geometrie über ein Vielfaches der Einheiten stabil. Deshalb gilt: Zirkon und Glaskeramik nur diamantbeschichtet — galvanisch gebundene Varianten für Glaskeramik.

MT-Beschichtung: für NEM und Titan

CoCr und Titan sind nicht abrasiv, sondern zäh: Beim Zerspanen entstehen hohe Temperaturen und große Kräfte. Die MT-Beschichtung ist hitzebeständig und verschleißfest — sie verhindert, dass die Schneidkante ausglüht oder verklebt. Ohne sie stumpfen Werkzeuge in NEM binnen kürzester Zeit ab.

Unbeschichtet: die scharfe Wahl für Kunststoffe

Jede Beschichtung verrundet die Schneidkante minimal — bei Zirkon egal, bei PMMA fatal: Die verrundete Kante schiebt und reibt, der Kunststoff schmilzt und schmiert. Deshalb bekommen PMMA, Wachs und PEEK polierte, unbeschichtete Schneiden mit großen Spanräumen: kalter, sauberer Schnitt, glatte Kanten.

Häufiger Denkfehler: „Ein Fräser für alles"

Verlockend, aber teuer: Wer mit einem Werkzeugtyp alle Materialien bearbeitet, bezahlt mit Standzeit, Oberflächenqualität und am Ende mit Brüchen. Der Wechsler Ihrer Maschine hat Plätze für alle drei Welten — nutzen Sie sie.

Aus der M-Tec-Fertigung, Schwelm — Beschichtung ist unser Kernhandwerk, deshalb erklären wir sie gern.